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Berlin, 6. November 1997 Thomas Krens, Direktor der Solomon R. Guggenheim Stiftung, New York, und Rolf-E. Breuer, Vorstandssprecher der Deutschen Bank, eröffnen am 6. November das Deutsche Guggenheim Berlin. Die Eröffnungsausstellung Pariser Visionen: Robert Delaunays Serien, wird bis zum 4. Januar 1998 gezeigt und geht dann nach New York, wo sie im Solomon R. Guggenheim Museum vom 16. Januar bis 20. April 1998 zu sehen sein wird. Deutsche Guggenheim Berlin, eine Gemeinschaftsgründung der Solomon R.
Guggenheim Stiftung und der Deutschen Bank, wird vor allem Ausstellungen
moderner und zeitgenössischer Kunst zeigen. Die Ausstellungsfläche liegt
im Erdgeschoß des jüngst restaurierten Hauptgebäudes der Deutschen Bank
in Berlin. Es befindet sich Unter den Linden, einer der bedeutendsten
Straßen Berlins. Die Ausstellungsfläche besteht aus einer einzigen Galerie,
die ca. 46m lang, 9m breit und 8m hoch ist. Der Entwurf stammt von Richard
Gluckman, der u.a. auch mit der Realisierung des Dia Center for the Arts
in New York, des Andy Warhol Museum in Pittsburgh und der Renovierung
des Whitney Museum of American Art in New York beauftragt wurde. „Die Deutsche Bank betätigt sich seit langem als Kunstmäzen", betonte Breuer, „und Deutsche Guggenheim Berlin stellt für uns die Möglichkeit dar, ein größeres Publikum als je zuvor zu erreichen. Die herausragenden Ausstellungen, die Sie hier sehen werden, sind ein weiteres Zeichen dafür, daß wir uns der Qualität verpflichtet fühlen." 1996 traf Thomas Krens den heutigen Aufsichtsratsvorsitzenden und ehemaligen Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Hilmar Kopper; die Idee eines Gemeinschaftsprojekts Guggenheims mit der Deutschen Bank wurde entwickelt und es wurde vereinbart, dem Guggenheim Museum in dem renovierten Deutsche Bank Gebäude Unter den Linden eine Ausstellungsfläche zur Verfügung zu stellen. Die Verbindungen zwischen dem Guggenheim Museum und Deutschland lassen sich weit zurückverfolgen. Die Familie Guggenheim stammt aus Frankfurt und Hilla Rebay, die erste Direktorin des Museums in New York, emigrierte aus dem damaligen Preußen nach New York. Das Guggenheim Museum hat viele deutsche Werke in seiner Sammlung und veranstaltete eine Reihe bedeutender Ausstellungen, die deutschen Künstlern, wie Josef Albers, Georg Baselitz und Joseph Beuys gewidmet waren. Seit 1996 arbeitet Guggenheim mit dem Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe bei der Entwicklung von Multimedia-Programmen für das Guggenheim Museum SoHo zusammen. Das Gebäude, in dem sich Deutsche Guggenheim Berlin befindet, besticht durch seine schlichte Eleganz. Das Sandsteingebäude wurde 1920 erbaut und liegt an der geschichtsträchtigen Straße Unter den Linden, in der Nähe des Brandenburger Tores. Das Design, das von dem Architekten Richard Gluckman geschaffen wurde, zeichnet sich durch bestechende Schlichtheit und Sensitivität für die Präsentationsformen von Kunst aus. Erarbeitet wird das Ausstellungsprogramm für Deutsche Guggenheim Berlin von Kuratoriums-Mitarbeitern des Solomon R. Guggenheim und den Kustoden der Deutschen Bank. Die Guggenheim Stiftung wird pro Jahr 3 - 4 Ausstellungen für Deutsche Guggenheim Berlin planen, organisieren und ausrichten. Einige dieser Ausstellungen werden Deutsche Guggenheim Berlin von anderen ähnlichen Ausstellungen der Solomon R. Guggenheim Stiftung, wie z.B. dem Guggenheim Museum SoHo in New York und der Peggy Guggenheim Collection in Venedig, überlassen. Daneben wird Deutsche Guggenheim Berlin neue Auftragswerke zeigen, die speziell für diese Ausstellungfläche von weltbekannten Künstlern geschaffen wurden. Mit der Gründung von Deutsche Guggenheim Berlin unterstreichen die Deutsche Bank und das Guggenheim Museum ihre Verpflichtung, sich für ein globales Kulturverständnis einzusetzen. Hierzu sei auch erwähnt, daß sich die Guggenheim Stiftung in den letzten 10 Jahren an der Ausrichtung von Ausstellungen in über 75 Städten rund um den Globus, wie z.B. Madrid, Tokyo, Sydney, Los Angeles, Singapur und Montreal beteiligt hat. Die Solomon R. Guggenheim Stiftung unterhält folgende Ausstellungsstätten: Das Solomon R. Guggenheim Museum, das Guggenheim Museum SoHo, die Peggy Guggenheim Collection in Venedig, das Guggenheim Museum in Bilbao, das im Oktober 1997 eröffnet wurde, und Deutsche Guggenheim Berlin. Diese Einrichtungen zeichnen sich durch ihren individuellen Charakter aus. Es sind einzigartige Ausstellungsflächen, die ihrer jeweiligen Umgebung entsprechend gestaltet sind. Seit ihrer Gründung vor über 125 Jahren in Berlin betrachtet die Deutsche Bank ihr Engagement in Sachen Kultur als integralen Teil ihrer Verantwortung gegenüber Wirtschaft und Gesellschaft. Sie unterstützt seit vielen Jahren Kunstausstellungen in bekannten Museen rund um die Welt. Seit 1979 unterhält die Deutsche Bank eine Sammlung zeitgenössischer Kunstwerke mit dem Titel „Kunst am Arbeitsplatz". Vor über 10 Jahren wurde entschieden, bei Käufen deutscher Kunstwerke den Schwerpunkt von der klassischen Moderne auf die zeitgenössische Kunst zu verlagern. Die Bank unterstützt junge Künstler aus dem deutschsprachigen Raum durch Ankauf ihrer Werke. Hier handelt es sich hauptsächlich um Werke auf Papier, die in den Bürogebäuden und Kundenhallen der Bank ausgestellt werden. Durch diese Initiative erhalten Mitarbeiter, Kunden und Besucher der Bank Gelegenheit, zeitgenössische Kunst außerhalb von Museen und Galerien kennenzulernen. Deutsche Guggenheim Berlin wird täglich von 11.00 Uhr bis 20.00 Uhr geöffnet sein. Der Eintritt beträgt DM 8,-- für Erwachsene (DM 5,-- für Studenten). Es gibt auch das Café KAFFEEBANK und einen Museumsshop mit einer großen Auswahl an Kunstliteratur, Postkarten, Geschenk- und weiteren Verkaufsartikeln. Ansprechpartner: Dr. Ariane Grigoteit Scott Gutterman |
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